Kohle,
Kühe,
Kunst | Ruhr.2010
SchwelmKunst&Kultur
| Freizeitanlage
Martfeld ist Open-Air-Galerie
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| Vier Städte
- ein Weg
im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis
Moderne Kunst präsentierten Künstlerinnen und Künstler im
Rahmen von Ruhr.2010 bis zum 18. Juni 2010 in der Freizeitanlage
Martfeld. Dank zentraler Lage in un-
mittelbarer Nähe sowohl zum
Ruhrgebiet als auch zum Sauerland sowie Bergischen Land genießen
Bewohner und Besucher der vier Städte Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und
Sprockhövel im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis die naturnahe Atmosphäre ohne
die Metropolen aus den Augen zu verlieren.
Große Teile dieser Städte bestehen aus Wald und
landwirtschaftlich genutzter Fläche und bieten so den Erholungssuchenden
ideale Voraussetzungen zur Erkundung der Natur.
Das Gemeinschaftsprojekt, das in
RUHR.2010 eingebunden ist, wurde im Haus Martfeld vorstellt. Unter
dem Vorsitz von Landrat Dr. Arnim Brux |Kurator
wurden Künstler gesucht. Die Ausschreibung erfolgte
europaweit. |

Ruhr.2010 |
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© HERZ-Foto

Vorstellung des Projektes | 4 Städte 1 Weg
| Mittwoch, 2. Dezember 2009
Entlang eines 40 km langen Rundweges, der alle vier
Städte verbindet, vorbei an historischen Industriezeugnissen und quer durch
blühende Erholungsgebiete fertigten Künstlerinnen und Künstler unter
freiem Himmel ihre Werke an: Die Wiese wird zu Atelier, Galerie und
Bühne. Ab 21. Mai 2010 lässt sich kreatives,
geschichtliches und landschaftlich reizvolles im Ennepe-Ruhr-Kreis
erkunden, erwandern oder erradeln.
Friederike Zenk | Stadt der
Kulturen: "... das Projekt soll den Blick in die Region
öffnen".
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Monika Simon (Gelsenkirchen) | "Volle Fahrt Voraus"
Die leise Ironie dieser Fahrensleute, die alle in eine
Richtung schauen, aber die einen stromaufwärts
und die anderen stromabwärts fahren. Kohlenschiffe, die vollgeladen über
die Kanäle fuhren.
Anderseits sind viele Menschen mit Schiffen, mit Autos und
Flugzeugen ins Revier gekommen, um hier zu arbeiten.
Die Entwicklung kann man aber auch andersherum sehen, denn heute
haben die Revierstädte einen Abzug von Arbeitskräften zu
verzeichnen, da mit der Kohle auch die Arbeit Auszug aus den
Ruhrgebietsstädten gehalten hat.
Das Bild weist in beide Richtungen, in die Vergangenheit und in die
Zukunft.
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Martin Wind (Schwelm) | "Kultur-Beutel"
In unmittelbarer Nähe zur ehemaligen Müllkippe der
Stadt Schwelm | Garbologie als aktuelle Archäologie:
Unter Garbologie oder Garbology (von engl. ‚Garbage‘ für Müll)
versteht man die Wissenschaft vom Müll
bzw. das archäologische Studium von Müll.
Die Wissenschaft wurde in den 1970er Jahren in der Wüstenstadt
Tucson in Arizona von Professor William Rathje entwickelt. Man geht
davon aus, dass die Materialkultur einer gegenwärtigen Population in
gleicher Form von
Archäologen untersucht werden kann wie die Überbleibsel von
Kulturen, die vor mehreren tausend Jahren gelebt haben.
In der Garbologie wird jedes Stück Müll wertvoll, da es viel über
Essensgewohnheiten und Müllentsorgung der Population aussagt. Die
Funde bringen ganz andere Ergebnisse als Befragungen: So wurde
beispielsweise in einer Langzeitstudie herausgefunden, dass die
Befragten doppelt so viel Chips, Speck und Süßigkeiten konsumierten,
als sie zugaben.
Während Obst und Gemüse oft unverbraucht im Müll landeten, passierte
dies bei Fast Food praktisch nie.
Ein Abfall-Projekt an der Universität von Gent in Belgien bewies,
wann die Bürger von Brikett und Kohlen auf andere Heizmaterialien
umgestiegen waren. Fand man in älteren Schichten die Überreste aus
den Kohleöfen,
so fehlten sie in den Schichten von den 1960er Jahren an.
Gleichzeitig stieg der Anteil von Plastikmüll rapide an.
Quelle: Wikipedia, freie
Enzyklopädie
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Wibke Brandes (Sprockhövel) | "Der Weg"
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"Der Weg" | Das Quadrat versinnbildlicht die
Erde, die Materie, seine vier Ecken deuten die Jahreszeiten an, die
vier Himmelsrichtungen. Es ist der menschliche Kosmos mit seinen
Begrenzungen und Inbegriff von Ordnung und Halt.
Es zügelt das Chaos. Die Farben als Elemente aus denen alles
entsteht, Licht, Energie, Luft, Wasser, Feuer, Natur, Leben. Der Weg
eine Verbindung von Natur und Stadt, Mensch und Tier, Himmel und
Erde, Ordnung und Chaos, Innen und Außen.
Timothy C. Vincent (Wetter) | "figura
serpentinata" - "Ku(h)[nst] in Scheiben"

Winfried Gille (Leichlingen) | "Kopf -
Skulptur"
Der Eisenrohstoff wurde an der Feldesse, mit Amboss
und Kohle geschmiedet, zum "Kuh-Schädel" zusammengefügt,
verschweißt, patiniert und auf einen Eichenbalken montiert.
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