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Impressionen aus Schwelm, ein bunter Bilderbogen!

Fotos: Arno Kowalewski | Günter Roland | Heinz E. Zethmeyer
Fotomontagen: Heinz E. Zethmeyer

 

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... weitere Schwelmer Motive (Galerien 1 bis 3) sehen Sie auch unter: 
Verein für Heimatkunde Schwelm e.V.

 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte | Konfuzius (551 - 479 v. Chr.)

 

 

| Stadtansichten

 Denkmal geschützte und/oder prägende Gebäude

 

 

| Evangelisches Gemeindehaus

           Schwelm, Altmarkt 9 | ehem. evangelisches Gemeindehaus

Das Gebäude des ehemaligen evangelischen Gemeindeamts, Altmarkt 9, ist ein repräsentativer, 2-geschos-
siger Massivbau auf hohem Sockel. Es ist städtebaulich prägend für den süd-östlichen Rand des Altmarktes und ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Altstadtsubstanz und Christuskirche. Es überstand den 2. Welt-
krieg unbeschadet.
Es wurde 1928, nach Plänen des Schwelmer Architekten Albrecht Lutter im Stil eines bergischen Bürger-
hauses erbaut, und greift barocke Formen des 18. Jahrhunderts auf. Von 1929 bis 2005 war hier das Gemeindeamt der evangelischen Kirche untergebracht. Heute hat hier ein Immobilienbüro seinen Sitz.
Der Massivbau hat ein verschiefertes hohes Mansarddach mit einem hervorspringenden Frontispiz (Dreiecksgiebel — Frontgiebel | siehe Foto) mit runden Fenstern und 3 Gauben mit sogenannten Ochsenaugen und flachem Gebälk mit umlaufenden Gurt- und Kranzgesims. Die 3-achsige Platzfront (Westfassade) ist mit einer doppelläufigen Freitreppe aus­gebildet. Die Türeinfassung besteht aus griechischen (ionischen) Säulen. Die Seiten- und Rückfront sind mit Gauben im Dachgeschoss errichtet. Rundum sind Sprossenfenster, im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss Schlagläden in einfach profilierten Rahmen. 


 

 

| Ibach - Haus

       Schwelm, Wilhelmstraße 41 | Ibach-Haus                                                                                  Foto: Günter Roland

Das Ibach-Haus ist ein im 19. Jahrhundert errichtetes Industriegebäude in rotem Backstein (umgangs-
sprachlich Ziegelstein). Das Gebäude wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von den Brüdern Gustav und Friedrich Büsche errichtet und 1884 von P. A. Rudolf Ibach erworben, der sein Klavierunternehmen ver-größern wollte. Das Ibach-Haus weist restaurierte Säulen, Kappendecken sowie Porträts bekannter Pianisten und Komponisten auf. Die Firma galt einige Zeit als modernste Industrieanlage in der Region und war auf eine Jahreskapazität von ca. 4.000 Instrumenten ausgelegt. Die eingelagerten Holzbestände reichten für 10-12 Jahre.
Gegründet wurde das Unternehmen im heutigen Wuppertal-Beyenburg. Hier baute Johann Adolph Ibach 1794 sein erstes Tafelklavier — Pianoforte wie man damals sagte.
Zu den prominentesten Kunden gehörte Richard Wagner und Richard Strauss, nach denen auch zwei Ibach-Flügel benannt wurden. Johannes Brahms pries Klaviere von Ibach wegen ihrer faszinierenden, einzigartigen Klangfarbe und –fülle.
Die Flügelfabrikation fand vorwiegend in den Werken in Wuppertal-Barmen und Berlin statt. Bis Ende 2007 wurden im Ibach-Haus Klaviere und Orgeln produziert (Das Foto wurde 2006 aufgenommen).
Heute hat im Ibach-Haus auch der gleichnamige Verein „Kulturfabrik Ibach-Haus“ seinen Sitz. Er organisiert u.a. kulturelle Veranstaltungen in der Piano Manufaktur im Erdgeschoss des Ibach-Hauses. Neben verschiedenen bekannten Künstlern sind hier u.a. Justus Frantz und Konrad Beikircher bereits aufgetreten.


 

 

| Villa „Falkenroth & Kleine”

                  Schwelm, Hauptstraße 116 | Lebenshilfe-Center

 Die Fabrikantenvilla der ehemaligen Schraubenfabrik „Falkenroth und Kleine” wurde als typisches märkisches Bürgerhaus errichtet. Das traufseitig stehende 2-geschossige, verschieferte Fachwerkhaus mit Satteldach, besteht aus zwei Bauabschnitten.
Der ca. 1825 - 1830 errichtete rechte Teil ist 5-achsig, mit vereinzelter Mittelachse und mittlerer Haustür, Sprossenfenster mit Schlagläden und ein schweres Zahnschnittkranzgesims. Das Wohngebäude wurde durch den linken Dreiachtel-Anbau und rückwärtigen Anbau, der sich an den ursprünglichen Baustil des 19. Jahrhundert anpasst, 1900 und 1908 erweitert.
Am westlichen Erker und an der Rückseite befinden sich künstlerische Schmuckelemente  (Stuckdekora-
tionen: Tugend-Porträts mit floralen Motiven | Historismus - 19. Jahrhundert).

Nach der denkmalgerechten Renovierung und Umbauarbeiten durch das Schwelmer Architekturbüro Birkholz wird das Gebäude jetzt als Lebenshilfe Center genutzt.


 

 

| Wohnhaus „Springorum”

HERZ—Foto         

        Schwelm, Hauptstraße 104 - um 1900 - 2009 | Mouseover Effekt

 Das Wohnhaus, Schwelm, Hauptstraße 104, ist ein typisches Bürgerhaus und bildet mit dem zurück-
gesetzten Nebengebäude Hauptstraße 106 (links) eine Einheit. Das Ensemble, oder das einzelne Objekt, ist prägend für den östlichen Teil der Hauptstraße, wobei Umfang und wohlproportionierte, klassizistische Erscheinung der Anlage auffallen. Das Gebäude ist ein breitgelagertes siebenachsiges verschiefertes Fach-
werkgebäude, traufständig mit flachem Walmdach, Fronton (Giebeldreieck), umlaufendem Kranzgesims mit Konsolfries und klassizistischem Dekor, Estrade (erhöhter Fußboden), mit aufwändigem Türgestell, das Doppeltür und Oberlicht einrahmt. Das Wohnhaus sowie Nebengebäude mit Werkstatt und Wohnung (Hauptstraße 106) ist um 1810 errichtet worden.


 

 

| „Brunnenhäuschen”

HERZ—Foto          

Schwelm, Brunnenhäuschen

          Schwelm, Brunnenhäuschen | Okt. 2009

 Zur Mitte des 18. Jahrhunderts war Schwelm weit über die Stadtgrenze hinaus als Kur- und Badeort bekannt, weil sich zu dieser Zeit im heutigen Stadtviertel Brunnen eine eisenhaltige Heilquelle befand.
Diese Quelle war bereits um 1650 entdeckt worden. Als im Jahre 1706 Ärzte die Qualität des Wassers lobten und ihm eine heilende Wirkung bescheinigten, begann die Glanzzeit des Gesundbrunnens. Der Schwelmer Arzt Dr. Kaspar Frowein gab 1707 an, dass innerhalb von zwei Monaten 60.000 bis 70.000 Menschen den Schwelmer Gesundbrunnen aufsuchten. Das 1790 über der Heilquelle entstandene Brunnen-häuschen ist heute denkmalgeschützt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich der Schwelmer Gesundbrunnen vom Kurort zum Ausflugsziel: Regelmäßig fanden Theater- und Opernaufführungen statt und es gab mehrere Brunnenwirtschaften. Der Kurpark um das Brunnenhäuschen  wurde 1820 in ein Lust-
wäldchen umgewandelt, ehe um 1850 die Heilquelle versiegte.

Das Brunnenhäuschen wurde mit Mitteln aus der Erfurt-Stiftung 2009/10 umfangreich renoviert.


 

 

| „Adler Apotheke”

   

                        Schwelm, Adler Apotheke | Altmarkt 2                                © HERZ—Foto

 Die Adler-Apotheke am Altmarkt 2 in Schwelm ging als älteste der beiden im 18. Jahrhundert am Altmarkt gelegenen Apotheken hervor.

Das verschieferte, III­geschossige Fachwerkgebäude mit Krüppelwalmdach entstand um 1827 anstelle des älteren, beim Stadtbrand im 18. Jahrhundert zerstörten Apothekengebäudes.
1945 wurde es durch den Bombenangriff auf Schwelm im Dachbereich beschädigt, konnte jedoch bis auf den kunstvoll verzierten Giebel wieder in seiner alten Form restauriert werden.

Die Apotheken-Inneneinrichtung stammt ebenfalls aus der Erbauungszeit und steht heute unter Denkmalschutz. Seit 2007 wird hier ein Café (Café Adler) betrieben. An der Rückseite des Hauses befindet sich ein massiver Laboratoriumsanbau mit steinernem Boden, Wänden und einem Gewölbe. Sehenswert ist auch das Apothekergässchen mit seinen Schieferhäusern. Hierdurch führte bis 1827 die Straße mit dem gesamten Post- und Lastverkehr von und nach Barmen. Nach dem Stadtbrand entstand infolge eines Durchbruchs die „Neustraße“ — heute Hauptstraße — vom Barmer Tor bis zum Osten-Tor.


 

 

 Schwelm, Haus Martfeld - "Schloss Martfeld" | August 2010 - Innenhof

  

 

 Das Rittergut von Haus Martfeld liegt am östlichen Rand der Stadt Schwelm und ist aus einer mittelalterlichen kleinen Wasserburg hervorgegangen. Das als Klein-
festung erbaute „Feste Haus“ war in seinem Ursprung ein militärischer Kontrollpunkt und Offenhaus des Landes- und Lehnsherrn.

Erste urkundliche Erwähnungen sowie archäologische Befunde und Funde datieren die älteste Anlage ins 14. Jh. Nach archäologischen Erkenntnissen befand sich etwa 80 m östlich der heutigen Anlage auf dem Hügel vor der neugotischen Kapelle eine Vorgängeranlage in Form einer Turmburg auf einem künstlichen Erdhügel.

 

      Haus Martfeld  
      Schwelm  

 

 Wappen am Torturm 

Seit 1962 dient das Haus der Unterbringung des regional- und stadtgeschicht-lichen Museums, dessen bedeutende Bestände seit 1985 in einer über mehrere Stockwerke reichenden Sammlung im Mittel- und Südflügel präsentiert werden. Das ebenfalls im Südflügel untergebrachte Stadtarchiv verfügt über einen reichen Fundus an Bibliotheks- und Aktenbeständen zur Stadt- und Regionalgeschichte.

Zum umfangreichen Veranstaltungsprogramm von Haus Martfeld gehören Wechselausstellungen und Sonderveranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Vorträge, Seminare, Märkte und Trauungen. Nach mehrjähriger Restaurierung wurde im Sommer 2002 der Nordflügel des Hauses mit Museumscafé, Restaurant und Tagungsraum eröffnet.

Inmitten eines Parks als beliebter Freizeitanlage mit Spiel- und Sportplätzen und Spazierwegen gelegen, bietet Haus Martfeld als kulturelle Begegnungsstätte zusammen mit der Gastronomie und der nahe gelegenen ehemaligen Kapelle der Freifrau Friederike von Elverfeldt (erbaut 1860 durch Vincenz Statz) vielfältigste Nutzungsmöglichkeiten in einem breiten Rahmenspektrum.

Quelle | Stadt Schwelm

 

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Aktualisierung: 04. Februar 2012

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