Das perfekte
Dinner
Zusammenstellung eines Menüs
Egal, ob drei, fünf oder mehr Gänge – ein Menü ist
keineswegs eine willkürliche Aufeinanderfolge von Speisen, sondern
ein harmonisches Zusammenspiel von gesunden und schmackhaften
Gerichten. Und mit einer kleinen Planung bleibt auch der Aufwand
überschaubar.
Wer möchte
nicht gerne mit einem guten Menü in netter Atmosphäre überraschen?
Damit dies gelingt, ist eine gute Menüplanung nötig.
Diese umfasst allerdings die durchdachte Zusammenstellung der
Speisen, den zeitlich gut geplanten Einkauf hochwertiger Produkte
und die perfekte Zubereitung. Wenn dann auch noch der Tisch
liebevoll gedeckt und der Wein gut ausgewählt ist, steht dem Erfolg
nichts mehr im Wege.
Heute beschränkt man sich meist auf ein Drei- oder
Viergang-Menü, welches schmackhaft und nicht zu schwer sein sollte.
Das moderne Menü
Mit der Zeit hat sich die Vorstellung darüber, wie
viele Gänge ein Menü haben sollte, geändert. Die heutigen Menüs sind
leichter geworden, da eine gesunde Ernährung vielen sehr wichtig
ist. So hat ein modernes Menü in der Regel nur noch drei bis vier
Gänge, bestehend aus:
1. Vorspeise(n),
2. Hauptgericht mit Beilagen,
3. Käse oder Dessert.
Wird ein
Zwischengericht gereicht, dann ist die Reihenfolge folgendermaßen:
1.
Vorspeise(n)
2. Suppe
3.
Zwischengericht
4.
Hauptgericht (mit Beilagen)
5. Käse und/oder Dessert (in manchen Regionen folgt der Käse dem
Dessert)
Das klassische Menü
Zu besonders festlichen Anlässen kann man auch auf
die Speisenfolge eines klassischen Menüs zurückgreifen. Bei einem
klassischen Menü unterliegt die Speisenfolge bestimmten Regeln:
Es
muss aus mindestens drei Gängen zusammengestellt sein: Vorspeise
(kalt oder warm), Hauptgang und Nachspeise. Alle Gänge sollen
harmonisch und saisongerecht aufeinander abgestimmt sein.
Traditionell
ist die Speisenfolge aber viel üppiger. Sie wird meist mit einem
kalten Vorgericht begonnen. Eine Suppe und eine warme
Vorspeise runden den Beginn ab.
Ein
Fischgericht, ein Fleischgang sowie ein warmes und kaltes
Zwischengericht folgen auf die Vorspeisen.
Sorbets
haben eine frische und neutralisierende Wirkung und werden deshalb
gerne zwischen den Gängen serviert.
Gehaltvollere
Speisen bilden das Hauptgericht. Es ist oft aus gebratenem Fleisch
und Gemüse sowie Salat zusammengestellt.
Mit
einer warmen Süßspeise, einer kalte Süßspeise und Käse lässt man ein
klassisches Menü ausklingen.
Nicht nur die Reihenfolge der Speisen unterliegt
strengen Regeln, auch sollen sich die Gänge in Farbe, Konsistenz,
Geschmack, Garmethode (Zubereitungsart) und Schwere voneinander
unterscheiden. Jeder einzelne Gang und jedes Detail muss auf das
Ganze ausgerichtet sein.
Zusammenstellung der Menüs
Die Speisen eines
Menüs sollten alle das gleiche Niveau haben (also: keine Suppe aus
der Tüte gefolgt von einem erstklassigen Braten). Ein gutes Menü
richtet sich zudem immer nach dem Angebot des Marktes und nach der
Saison.
Die Reihenfolge:
Kalte Gerichte müssen immer vor warmen Speisen serviert werden (Ausnahme:
Suppe) - leichte Speisen vor den schweren. Gibt es mehrere
Fleischgänge, so serviert man erst das helle, dann das dunklere
Fleisch (Geflügel vor Lamm; Kaninchen vor Rind; Wild stets zum
Schluss). Fisch reicht man in der Regel vor dem Fleisch. (Ausnahme
ist ein großer Fischgang, z.B. Lachs)
Keine
Wiederholungen: Keine Farben (z.B. Gemüse) im nächsten Gang
wiederholen (Ausnahme: Die Farbe ist das Motto). Auch Beilagen
dürfen nicht wiederholt werden (z.B. Kartoffeln zum Braten, wenn
vorher Kartoffelsalat gereicht wurde). Auch ähnliche Soßen sollen
nicht aufeinander folgen: z.B. solche, die mit Eigelb oder Sahne
gebunden werden. Auf gebundene Saucen folgt dann ein reiner
Bratensaft! Außerdem sollten gleiche Grundprodukte (z.B. Sahne oder
Geflügel) nicht mehrere Gänge geschmacklich bestimmen.
Der Wein: Bei einem dreigängigen
Menü kann man bei einem Wein bleiben. Bei mehr als drei Gängen sollte man
Wein reichen, der den Speisen im Menü folgt: vom leichten Weißwein
(zu hellen Speisen) zum schweren Rotwein (zu dunklen Speisen).
Zum Schluss wiederum etwas Erfrischendes servieren (z.B. Sekt).
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